Villa Mocenigo Randi von Gorgo

Cartura

Villa Mocenigo Randi Gorgo Cartura

Der Bau der Villa Mocenigo Randi ist auf das 16. Jahrhundert rückführbar, als sie von der Familie Mocenigo auf einem flachen Gelände nicht unweit von Padua am Kanal Cagnola errichtet wurde. Das Gebäude sollte sich mit der zum Wasserlauf gerichteten Hauptfront als ein kompakter und isolierter Körper mit rechteckigem Grundriss und zwei Stockwerken erweisen, der im Süden auf das umliegende Agrarland blicken sollte. Die Identität der Bauherren und die Gesamtheit der Baueigenschaften der Villa sowie einige Detaillösungen, die den Werken Andrea Palladios sehr nahe standen, lassen einen Eingriff dieses Baumeisters vermuten. Keine historischen oder archivalischen Untersuchungen haben jedoch das Rätsel über die Zuschreibung dieses Projekts lösen können. Andererseits ermöglichten die ausgedehnten Freskogemälde der Räume im Obergeschoss, die durch den Kalkverputz verdeckt worden waren und in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wieder ans Tageslicht gebracht wurden, die zeitliche Einordnung des Baus und Besitzes der Residenz. Die Raumflächen des Obergeschosses sind in der Tat mit den Geschehnissen der Seeschlacht von Lepanto, die 1571 die Venezianer unter dem Dogen Alvise Mocenigo gewannen, vollständig bedeckt; darin zu sehen sind auch drei Wappen der Familie. Zu Beginn des XIX. Jahrhunderts wurden gigantische Umbauarbeiten vorgenommen, als die Comelli die Villa in ein regelrechtes landwirtschaftliches Anwesen mit neuen Pertinenzen verwandelten. Auf die damalige Epoche ist der Bau der am zuvor bestehenden Gebäude angrenzenden Flügel rückführbar, die für neue funktionelle Räume – Kornspeicher, Keller und Lager – bestimmt waren. Aber auch die interne Aufteilung des Herrenhauses wurde abgeändert: Die Verbindungstreppe zwischen Erd- und Obergeschoss wurde niedergerissen, die Originaldecken mit bemalten Balken erhielten eine Zwischendecke und die auf den Garten blickende Loggia wurde ausgefacht. Die Villa, deren heutiges Aussehen auf das 19. Jh. rückführbar ist, ist derzeit Gegenstand einer allgemeinen Restaurierung und Instandsetzung der antiken Wandmalereien.

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