Villa Emo von Rivella

Monselice

Villa Emo Rivella Monselice

Die Villa Emo befindet sich nicht unweit von Monselice, in der Nähe der Rivella-Brücke. Die Frontseite blickt auf das Ufer des Kanals Battaglia, an dem weiter vorne auch das Schloss von Catajo emporragt. Die Geschichte des Gebäudes scheint von vielen Ungewissheiten über nicht nur den Auftraggeber, sondern auch den Baumeister, der den Entwurf zeichnete, geprägt zu sein. Die Vermutung über die Präsenz von Vincenzo Scamozzi wurde zum ersten Mal im Jahre 1931 angestellt und war bis heute mehrmals Gegenstand von Erörterungen. Die Urheberschaft Scamozzis wird durch die Affinitäten mit dem Aufbau einiger bekannter Villen bekräftigt, die der aus Vicenza gebürtige Baumeister studiert hatte. Ein Beispiel hierfür sind Villa Pisani in Lonigo und Villa Molin in Mandria. Auch im Falle der Villa Emo stellt die quadratische Form die Basis der gesamten Anlage dar, die sich in einen Aufriss durch eine Hauptfassade mit Säulenvorhalle auf bossiertem Sockel artikuliert. Ein Säulenfuß trägt das Jahr 1588, das von einigen als das Datum des Eingriffs erachtet wird. Einem Dokument aus dem Jahr 1617 zufolge stand das Herrenhaus im Mittelpunkt eines Anwesens, das Ställe, Taubenhaus, einen Hof, Gemüsegarten und Garten umfasste. Daneben berichtet das älteste grafische Zeugnis einer Zeichnung von 1636 über einen Treppenarm auf der rechten Fassadenseite mit davor einem italienischen Garten. Die derzeitige Hautfrontseite scheint mit ihren zwei Treppenarmen, die zur Loggia des Obergeschosses führen, nicht mit dem ursprünglichen Zustand übereinzustimmen, dessen Fassade vielleicht keine senkrechten Verbindungsglieder aufwies. Der üppige Garten, der heute die Villa umschließt, stammt aus den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts und wurde im Auftrag von Giuseppina Emo ausgeführt.

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