Battaglia Terme

Der Weg zum Meer.

Hier scheint alles mit Wasser verbunden zu sein bzw. eine Beziehung dazu zu haben.

Im Norden und im Süden von zwei prunkvollen herrschaftlichen Anwesen begrenzt, liegt Battaglia Terme zwischen den Hügeln im Westen und einem Kanalnetz im Osten, das bis zum Meer führt. Der Ort ist überraschend, ganz anders als die anderen Ortschaften um Padua. 

Battaglia Terme ist, was ihre Ausdehnung betrifft, die kleinste Gemeinde der Provinz Padua und hat zirka 4.000 Einwohner. Umgeben von den Euganeischen Hügeln und einem Netz von zum Meer führenden Kanälen des Flusses Bacchiglione, erstreckt sich entlang der Ufer eines Wasserlaufs der Kanal von Battaglia, der von einer an Venedig erinnernden Fußgängerbrücke überquert wird. Alles steht in Battaglia mit dem Wasser in Verbindung, angefangen vom Namen, dessen Bedeutung (Ort der Bäder) an die antike natürliche Thermalgrotte des St. Helena-Hügels erinnert, die bereits in langobardischer Zeit bekannt war. Jahrhundertelang war Battaglia mit seinem Hafen ein reger Marktplatz, ein Ort des Warenaustauschs und eine Verbindungsstelle zu den Städten Padua, Este, Chioggia und Ferrara. Auch das Thermalwasser spielt in der Geschichte von Battaglia Terme eine wesentliche Rolle. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wird Pietro Estense Selvatico zum eigentlichen Urheber der Glanzzeit der Thermen von Battaglia. Es wird ein luxuriöses und komfortables Thermalbad gebaut, das von Beginn an von berühmten Persönlichkeiten aufgesucht wird und die Thermaltradition von Battaglia definitiv festigt. 1936 wird das alte Gebäude niedergerissen und ein neues eingeweiht: das I.N.P.S.-Thermalbad “Pietro d’Abano“. Battaglia stellt aufgrund seiner beachtlichen, oft einzigartigen Natur- und Kulturschätze das „Tor“ zum Regionalpark der Euganeischen Hügel dar.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören: die St. Jakob-Kirche, die am 21. Juli 1748 vom Kardinal Carlo Rezzonico, Bischof von Padua, geweiht wurde – zehn Jahre bevor dieser unter dem Namen Clemens XIII Papst wurde. Hier befindet sich u.a. eine Madonna mit Kind, ein vortreffliches Werk des Giovanni Maria Morlaiter. Der Catajo, ein majestätisches und imposantes Schloss aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, Wohnsitz der mächtigen Familie der Obizzi mit Fresken des Giovanni Battista Zelotti, eines Freundes und Mitarbeiters des Paolo Veronese, heute herrlicher Rahmen für wichtige Kongresse und renommierte Konzerte. Die Villa Selvatico-Sartori, erbaut gegen Ende des 16. Jahrhunderts auf dem Gipfel des geschichtsträchtigen St. Helena-Hügels, der aufgrund der antiken Schwitzgrotte, die ihn berühmt gemacht hatte, auch „Monte della Stupa“ genannt wurde. Alessandro Varotari, der „Padovanino“, schmückte die Villa mit Fresken, die vom glorreichen Leben der Familie Selvatico berichten. Heute ist die Villa ein historischer Wohnsitz von seltener Schönheit. In ihrem Salon und im Park finden zahlreiche Veranstaltungen, wie etwa Theateraufführungen, kulturelle Events und Konzerte statt. Die Schiffsschleuse, ein außergewöhnliches Denkmal hydraulischer Ingenieurskunst (Arco di Mezzo), das es den Schiffern ermöglichte, Wasserstandunterschiede von bis zu sieben Metern zu überwinden und den Kanal von Battaglia, d.h. das Gebiet von Padua und den Euganeischen Hügeln, mit dem Kanal Rialto-Vigenzone, d.h. mit dem Meer verband. Die Schleuse wurde am 1. Juni 1923 von Benito Mussolini eingeweiht, der an Bord eines Burchio, eines traditionellen Schiffes, und umgeben von anderen Booten der Ruderverbände Canottieri und Rari Nantes aus Padua, die beiden über Druckluftventile gesteuerten und nur durch den Druck des Wassers betriebenen Tore öffnete. Das Museum der Flussschifffahrt, einzig in seiner Art und deshalb ein beliebtes Ziel für italienische und ausländische Wissenschaftler. Es enthält mehr als viertausend Funde, Flussschiffe bzw. Teile davon, maßstabsgetreue Nachbildungen, historische Fotografien, Pläne und Zeichnungen, technische Unterlagen, Handelsunterlagen, die die Geschichte der Bootsleute erzählen, für die Battaglia ein wichtiges Zentrum darstellte. Venezianische Brücke: Die Brücke, auch „Ponte de scaìni“ genannt (weil sie als einzige Brücke in der Umgebung von Padua Stufen hat), ist aus Ziegelsteinen in Rundbogenform mit einer Statue des hl. Johannes Nepomuk, dem Schutzpatron der unschuldig Verfolgten, der gegen Wassergefahren angerufen wird, ein Werk eines einheimischen Künstlers aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Kanal von Battaglia: Der Kanal, der durch die Ortschaft fließt, ist voll befahrbar und bietet interessante touristische Perspektiven, nicht nur durch den Ausbau von Häfen und Piers, sondern auch wegen der unvergleichlich schönen Landschaft der Euganeischen Hügel. Das Oratorio di Santa Maria, bekannter unter dem Namen „Chiesetta del Pigozzo“ (Specht, Kuckuck), ist das, was von einer alten Kirche aus dem Jahr 1736 übrig bleibt, die Ende der 20er Jahre abgerissen wurde.

Hufeisenwanderweg: Dieser Wanderweg führt durch die Hügel Montenuovo, Ceva, Castellone, Spinefrasse und Croce: Noch heute gilt dieses Gebiet sowohl wegen der geologischen Beschaffenheit als auch wegen der landschaftlichen und ökologischen Besonderheiten als eines der bedeutendsten in den Euganeischen Hügeln.

Der Wochenmarkt findet samstags auf der Piazza della Libertà, in der Via Mazzini und im Viale Matteotti statt und ist ein beliebter Treffpunkt sowohl für Einheimische als auch für Gäste.

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