Chronische Schmerzen

Die Thermen sind eine natürliche Schmerzbehandlung.

Schmerz ist ein wichtiges Warnsignal, das unser Gehirn von der Peripherie oder von inneren Organen empfängt. Er dient dazu, auf eine Gefahrensituation hinzuweisen oder eine für den Organismus potentiell schädliche Situation anzuzeigen.

Man kann den Schmerz in zwei große Kategorien unterteilen:
Sinnvoller Schmerz: ein für die Erhaltung des Einzelnen und der Art grundlegendes Signal;
Sinnloser Schmerz: als Begleiterscheinung vieler Krankheiten, zum Beispiel von Tumoren, hat er keinen eigentlichen Zweck, sondern ist lediglich ein Symptom, das es zu bekämpfen gilt.

Der Ursprung des Schmerzes:
Somatischer und viszeraler Schmerz;
Neuropathischer Schmerz, der durch eine Art Kurzschluss vom Nerv selbst ausgeht, ähnlich wie bei einem Stromkabel, das seine Isolierhülle verliert.

Die Behandlung der chronischen Schmerzen zählt sicher zu den komplexesten Therapien überhaupt. Sie hängt nämlich von den individuellen Eigenschaften des Patienten ab, dem in jedem Falle die letzte Entscheidung bezüglich des Medikamenteneinsatzes zufällt. Wenn man sich also dafür entscheidet, sich ein Schmerzmittel verschreiben zu lassen und dieses einzunehmen, ist es empfehlenswert, dies so rasch wie möglich nach dem Auftreten der Schmerzen zu tun. Denn das Verstreichen von Zeit könnte die Wirksamkeit des Medikamentes beeinträchtigen und uns zu einer Erhöhung der Dosis zwingen. Ein weiteres, häufig auftretendes Problem ist in der Tat das der Dosierung. Manchmal ist der Patient versucht, nur die halbe Dosis des Medikaments einzunehmen. Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass diese unter Umständen keine Wirkung zeigen könnte. Falls sich diese Entscheidung an der Suche nach der kleinstmöglichen wirksamen Dosis orientiert, ist der Versuch sicher die Mühe wert. Man darf dabei jedoch nicht übersehen, dass es sich um ein Experiment handelt, das als solches die gewünschten Resultate auch nicht zeigen könnte.

Bei einem Großteil der chronischen Schmerzen liegt dem Symptom Schmerz eine Entzündung zugrunde. Dies ist zum Beispiel bei Gelenkschmerzen und rheumatischen Schmerzen der Fall, die von den Nervenenden ausgehen, die im Knorpel, der die Kontaktfläche der Gelenke überzieht, besonders zahlreich vorhanden sind. Nehmen diese Enden eine umliegende Entzündung wahr, übertragen sie ein Schmerzsignal, das manchmal in einen chronischen neuropathischen Schmerz ausarten kann. Eine erste Wirkung der Thermalkuren ist die von zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegte entzündungshemmende Wirkung des Thermalwassers und des Fangos von Abano und Montegrotto, die indirekt eine Linderung der Schmerzen zur Folge hat. Außerdem verfügt unser Organismus über ein körpereigenes System, die sogenannten Endorphine, das als regelrechtes natürliches Schmerzlinderungssystem betrachtet werden kann. Die Synthese (und die Wirkung) der Endorphine scheint durch die im Fango und im Thermalwasser von Abano und Montegrotto enthaltenen Stoffe verstärkt zu werden. Diese Endorphine, die bis heute ausschließlich als Anti-Stress-Moleküle angesehen wurden, könnten neben ihrer entzündungshemmenden Wirkung eine bedeutende schmerzlindernde Wirkung besitzen. Die Anwendung der Hydrokinesiotherapie im Thermalwasser dieser Gegend trägt schließlich durch die Rehabilitation der Muskulatur zur Reduzierung von Schmerzen bei, die zum Beispiel von Fibromyalgie verursacht werden. Eine abschließende, besonders ermutigende Tatsache betrifft die Erhaltung des körperlichen Wohlbefindens auch nach Beendigung des Behandlungszyklus. Dieses dauert umso länger an, je mehr die Vorgabe eines zweiwöchigen Thermalaufenthaltes berücksichtigt wurde.

  Article added to favorites