Villa Sceriman von Boccon

Vo' Euganeo

Villa Sceriman von Boccon di Vo'

Villa Sceriman liegt mitten in den Weinbergen der Euganeischen Hügel. Es handelt sich hierbei um einen alten, landwirtschaftlichen Gebäudekomplex, ein weniger bedeutendes Werk des Palladio. Zum ersten Mal historisch erwähnt wurde die Villa in Quellen, die auf das Jahr 1447 zurückgehen. Die paduanische Adelsfamilie von Santa Sofia, die über weitläufigen Grundbesitz in der Gegend verfügte, ließ anläßlich eines Streits über die Wasserableitung aus dem Fluß Molini, den sie gegen eine andere Grundbesitzer-familie vor dem venezianischen Senat austrugen, eine detaillierte Karte des Gebietes anfertigen. Aus der Zeichnung geht der Gebäudeteil der Villa Sceriman hervor, der auf das XII. Jahrhundert zurückgeht, und in dem die Küchen, teilweise auch Keller, die alte Ölmühle, der Backofen, die kleinen Schlafkammern und die Stallungen untergebracht waren. Im Jahr 1521 wurde aus den gleichen Gründen eine weitere topographische Karte des Gebietes angefertigt, auf der das Gebäude in seiner heutigen Form zu sehen ist. Danach dann findet die Villa bis zum Jahre 1740 keine Erwähnung mehr, das Jahr, in dem die Familie Sceriman, eine reiche Reederfamilie armenischen Ursprungs mit Besitzungen in Venedig seit dem Jahr 1200, das Anliegen erwirbt (3.500 Hektar) und unter zahlreichen Pächtern aufteilt. Nur 25 Hektar Boden verbleiben noch am Haus und werden für den Anbau von Wein genutzt. Im Jahr 1959 wird das Herrenhaus vollständig renoviert und das Anliegen vergrößert. Das Gut, das bis dahin gemischten Anbau betrieb (Wein, Öl, Weizen, Mais, Gerste und Obst), spezialisiert sich auf den Anbau, das Keltern und das Abfüllen von Wein.

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