Schloss Lispida von Monticelli

Monselice

Schloss Lispida von Monticelli

Der abgelegene und ruhige Hügel, auf dem sich Schloss Lispida, Villa Italia, unweit von Monselice erhebt, gehörte dem Klosterorden des Hl. Augustinus schon im Jahre 1150, als die Präsenz einer Klosteranlage und einer Kirche für die Heilige Maria di Ispida belegt wurde. Die Stätte war mit dem Anbau von Wein und Oliven jedoch auch für die Landwirtschaft bestimmt. Das Eigentum wurde im Jahre 1485 von der Republik Venedig konfisziert, um von diesen Erzeugnissen Gebrauch zu machen und eine konstante Lieferung des Hügelgesteins zu sichern. Das Gebäude behielt seinen Bestimmungszweck bis 1792 unverändert bei, um anschließend eine Besitzung der Grafen Corinaldi zu werden. Letztere sorgten für die Erweiterung und Veränderungen, die dem vorher bestehenden Kloster die Gestalt einer Patrizierlandvilla verliehen. Jeder Wahrscheinlichkeit nach wurde in dieser Epoche das Herrenhaus von den rustikalen Anbauten durch eine eklektische Fassade mit bossiertem Sockel, zweibogigen Fenstern und Zwerggalerien in neugotischem Baustil im zweiten Stockwerk, welche von durchgehenden Zinnen gekrönt wurden, differenziert. Die Corinaldi steigerten die Weinherstellung und statteten das Anwesen mit großen Kellern aus. Der Ruhm und Name der Villa sind auf die Präsenz von König Vittorio Emanuele III. rückführbar, der während des Ersten Weltkriegs hier sein Hauptquartier hatte. Gegen Ende der 50er Jahre nahm der Komplex wieder seine ursprüngliche Weinbautätigkeit auf und dient heute ferner auch Freizeitveranstaltungen und als Hotel. Die Innenräume wurden folglich teilweise abgeändert und eingerichtet; ihre einstigen Merkmale konnten jedoch zu einem geringen Teil beibehalten werden.

Info
Via IV Novembre 4, Monselice (PD)
Tel +39 0429 780530
infos@lispida.com
www.lispida.com

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