Arthritis

Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis und ankylosierende Spondylitis.

Rheumatoide Arthritis

Chronische Erkrankung, die durch eine unspezifische und meist symmetrische Entzündung der peripheren Gelenke gekennzeichnet ist und zu einer progressiven Zerstörung der artikulären und periartikulären Strukturen, mit oder ohne generalisierte Erscheinungen, führen kann. Der Krankheitsbeginn ist oft schleichend, mit einem progressiven Befall der Gelenke, kann aber auch akut sein. In diesem Fall sind meist mehrere Gelenke gleichzeitig von einer Entzündung betroffen. Das Leitsymptom ist ein besonderer Schmerz der entzündeten Gelenke, der früher oder später in den meisten betroffenen Gelenken, wie etwa den kleinen Gelenken der Hand, der Füße, des Handgelenks, der Ellenbogen und der Knöchel auftritt.

Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis sieht während der akuten Phase eine kurze, komplette Bettruhe vor. In weniger schlimmen Fällen werden regelmäßige Ruhepausen verschrieben. Besondere Schienen (Splints) entlasten die Gelenke. Die Bewegung der Gelenke und die körperliche Betätigung sind, falls sie ausgehalten werden können, beizubehalten. Bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis können nicht-steroidale Entzündungshemmer eine Erleichterung von den Symptomen verschaffen und sich zur einfachen Therapie eignen. Langfristig scheinen sie jedoch den Verlauf der Krankheit nicht zu beeinflussen.

Psoriasis-Arthritis

Entzündliche Arthritis mit Psoriasis der Haut oder der Nägel. Psoriasis Arthritis tritt in etwa 7% der unter Psoriasis leidenden Patienten auf. Die Behandlung ist auf die Kontrolle der Hautveränderungen und der Gelenkentzündungen ausgerichtet. Am häufigsten betroffen sind die distalen Finger- und Zehengelenke.

Ankylosierende Spondylitis

Systemische rheumatische Erkrankung, die durch die Entzündung der Wirbelsäulengelenke und der großen peripheren Gelenke gekennzeichnet ist. Männer sind dreimal so häufig von ankylosierender Spondylitis betroffen wie Frauen. Die Krankheit beginnt meist in einem Alter zwischen 20 und 40 Jahren und äußert sich zunächst meist mit Rückenschmerzen. Weitere Symptome sind eine Bewegungseinschränkung des Oberkörpers, leichtes Fieber, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme und Blutarmut. Immer wiederkehrende, oft nächtliche Rückenschmerzen und morgendliche Steifheit der Gelenke treten unweigerlich früher oder später auf.

Der Therapieplan muss neben schmerzlindernden Arzneimitteln auch vorbeugende Maßnahmen sowie die Korrektur der Deformationen und eine Bewertung der psychosozialen und rehabilitativen Bedürfnisse des Patienten umfassen. Tägliche körperliche Betätigung sowie andere Maßnahmen, die die Muskeln, welche gegen die Richtung potentieller Deformationen arbeiten, stärken, sind von wesentlicher Bedeutung. Nicht-steroidale Entzündungshemmer erleichtern die Durchführung der Übungen und der anderen unterstützenden Maßnahmen, indem sie die Entzündung, die Gelenkschmerzen und die Muskelkrämpfe reduzieren.

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