Basilika des Sankt Antonius von Padua

Padua

Basilika des Sankt Antonius von Padua

Die Basilika des Sankt Antonius von Padua des heiligen Antonius – wie wir sie heute sehen – ist in drei verschiedenen Bauabschnitten von insgesamt 70 Jahren errichtet worden: 1238-1310. Zu Antonius‘ Zeiten stand dort eine kleine Kapelle, die der heiligen Maria Mater Domini (Mutter Gottes) geweiht war und die dann in die Basilika eingebaut wurde: es ist die Kapelle der Schwarzen Madonna (Madonna Mora). Neben ihr wurde 1229 das Kloster der Brüder erbaut, das wahrscheinlich Antonius selber gegründet hat. Antonius starb im Jahr 1231 in Arcella, im Norden der Stadt Padua, in einem Klarissenkloster; seinem Wunsch entsprechend wurde er aber in der Kapelle Santa Maria Mater Domini beigesetzt. Der Grundstein des ersten Teiles der Basilika wurde 1238 gelegt; erbaut wurde eine kleine einschiffige Franziskanerkirche mit kurzer Apsis; erst später kamen die beiden Seitenschiffe, die vielen Kapellen, Kuppeln und Türme hinzu, die wir heute bewundern können.

Fernando di Buglione wurde 1195 in Lissabon als Sohn einer portugiesischen Adelsfamilie geboren, die vom Kreuzritter Goffredo di Buglione abstammte. Mit 15 Jahren war er Novize im Kloster São Vicente unter den Regularkanonikern des Heiligen Augustin und 1219, mit 24 Jahren, wurde er zum Priester geweiht. Im Jahr 1221 erschütterte ihn die Hinrichtung von fünf in Marokko als Missionare tätigen Franziskaner Ordensbrüdern zutiefst. Daraufhin bat er um Erlaubnis, Franziskaner zu werden und in die Mission zu gehen, was ihm gestattet wurde. Kaum war er in Afrika, machte eine Krankheit seinen Traum zunichte und zwang ihn, zurückzukehren. Er wurde zum Generalkapitel nach Assisi eingeladen und hatte dort die Gelegenheit, Franz zuzuhören. In dessen Auftrag fing er an, in der Romagna, in Norditalien und in Frankreich zu predigen. Aufschlussreich ist die Tatsache, dass der Heilige Antonius nicht mit seiner Geburtsstadt in Verbindung gebracht wird, sondern als der Heilige Antonius von Padua bekannt ist. Padua ist die Stadt, der er angehört, wo er hauptsächlich sein Amt ausübte und wo er nach seinem Tod im Jahr 1231 beigesetzt wurde. Papst Gregor IX. sprach ihn aufgrund der zahlreichen Wunder, die er wirkte, bereits ein Jahr nach seinem Tod heilig. Der Heilige Antonius von Padua, einer der weltweit beliebtesten Heiligen, ist derHeilige der Wunder und wird am 13. Juni, an seinem Todestag, gefeiert. Er ist aber vor allem der große Kirchenlehrer, wie die Benennungdoctor evangelicus durch Papst Pius XII. bezeugt. Dem Heiligen Antonius wurde die große Basilika in Padua geweiht, die genauso wie die Basilika des Heiligen Franz von Assisi dem Heiligen Stuhl gehört. Die Bezeichnung der Heiligewird in der Stadt und von den Gläubigen allgemein sowohl für die Basilika als Ort als auch für die Figur des Heiligen Antonius verwendet. Die Basilika verwahrt die Gebeine des Heiligen in einem Sarkophag in der wunderschönen Kapelle des Heiligen. Zweiunddreißig Jahre nach seinem Tod fand der Heilige Bonaventura von Bagnoregio während der Umbettung die Zunge des Antonius unversehrt auf. Sie wird nun in der Schatzkapelle der Basilika aufbewahrt. Im Kircheninnern sind zudem bekannte alte und zeitgenössische Kunstwerke zu sehen, unter anderem die von Giusto de’ Menabuoi (1382) bemalte Kapelle des Seligen Luca Belludi, der Hauptaltar mit den Skulpturen Donatellos und verschiedene Werke der Schule von Giotto.

Info
Piazza del Santo 11, Padova
Tel +39 049 8225652
Fax +39 049 8789735
infobasilica@santantonio.org
www.basilicadelsanto.it

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