Bologna

Stadt von Portiken.

Bologna

Als Sitz der ältesten Universität der westlichen Welt, ist  Bologna in der Region  Emilia-Romagna eine Stadt mit einer reichen kulturellen Szene und ein ein sehr interessantes historisches Erbe. Die Stadt war schon zur Etrusker Zeit ein wichtiges Zentrum und wurde dann unter den Galliern und den Römern bis hin zur Zeit des Mittelalters zu einer Stadt von enormer Wichtigkeit  für ganz Europa. Im Jahr 2000 wurde sie zur Europäischen Kulturhauptstadt und 2006 zu „Kreativen Musikastadt“ von der UNESCO erklärt.
Zu den wichtigsten Symbolen Bolognas gehören die Portiken, lange Säulengänge, die Straßen, Türme und Palazzi miteinander verbinden und die, allein im Stadtzentrum, eine Gesamtlänge von 38 km haben. Sie wurden in der Zeit zwischen dem 11. und dem 20. Jh. errichtet und gelten als ein Erbe von „außerordentlichem Universalwert“, was auch die Stadt zum Kandidat für die World Heritage List der UNESCO macht. Unter den wichtigsten Portiken finden wir einen der ältesten, den Portikus der Casa Isolani in der Strada Maggiore, der zu den lezten acht Holzportiken gehört, die heute noch in der Stadt erhalten sind. In der selben Straße finden wir auch den breitesten Portikus der Stadt, den Quadriportikus (Vier Säulengänge die einen Platz in der Mitte umgeben) der Basilika Santa Maria dei Servi. Den höchsten finden wir weiter im Palazzo Arcivescovile in Via Altabella, die eine Höhe von fast zehn Mt erweist. Den bekannteste Portikus und gleichzeitig den längsten finden wir jedoch in Via Saragozza, wo er anfängt, um einen bis zum Sanktuarium Madonna di San Luca zu führen.
Eine weitere Charakteristik von Bologna sind die Stadttürme, die den Touristen die Möglichkeit bieten ein beeindruckendes Panorama über die Stadt zu genießen. Zu den wichtigsten gehören die Türme Torre die Garisenda und Torre degli Asinelli, die sich am Eingang der historischen emilianischen Stadt befinden und ehemals einer Anlage von hunderten von mittelalterlichen Türmen gehörten, von denen heute nur noch zwanzig  erhalten sind. Weitere Türme sind der schöne Torre Accursi, auch genannt dell’Orologio, der mit seiner riesigen mechanischen Uhr die Piazza Maggiore überragt, und der Torre Azzoguidi in Via Altabella, der mit den Türmen Torre Prendiparte und Torre Galuzzi, Teil der  „Triade der mittelalterliche Hochhäuser“ ist. Schließlich weisen wir auf den besonderen Turm Torre dell’Arengo hin, der sehr zentral, auf dem Palazzo del Podestà steht.
Zahlreich sind auch die Palazzi und historische Bauten, die die Stadt kennzeichnen. Auf Piazza Maggiore finden wir drei davon: zum einen haben wir das Palazzo del Podestà, das um das Jahr 1200 errichtet wurde und Sitz der Stadtregierung war. Interessant hier ist die Akustik, die dank einer bestimmten Bauweise den Besuchern die Möglichkeit gibt von den sich gegenüberstehenden Ecken der Pfeiler, die den Turm stützen, auch nur durch Flüstern zu kommunizieren. Dann haben wir das Palazzo Re Enzo mit dem bevorstehenden Neptunbrunnen, das zwischen 1244 und 1246 neben dem alten Palazzo errichtet wurde,  und in dem für über 23 Jahre den sogenannten „gefangenen König“, Enzio von Sardinien, Sonh Friedrichs des II., in Gefangenschaft blieb. Schließlich das Palazzo Comunale oder auch d’Accursio, ursprunglich Sitz der Anziani (Stadtväter), das oberste Gericht der Gemeinde, und heute Sitz des Rathauses von Bologna. Ebenfalls sehenswert ist schließlich die National-Pinakothek, in der sich Werke renommierter Künstler wie Giotto, Raffaello und Carracci befinden sowie das Archiginnasio von Bologna, Sitz der antiken Universität.

Bologna ist vor Allem eine Universitätsstadt. Entlang ihrer Gassen, ihrer Straßen und ihrer Portiken atmet man die Luft der Jugend und der Kreativität. Salaborsa, eine bezaubernde multimediale Bibliothek und die unzähligen Cafés und Lokale unter den Portiken gehören zu den Lieblingstreffs der Bewohner und Studenten Bolognas. Und vor Allem hier kann man persönlich die Gastfreundschaft und allgemeine Freundlichkeit Bolognas erleben und die großekulinarische Kultur entdecken.

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