Osteoporose

Die Fangotherapie ist eine natürliche Behandlung, die Menschen hilft, die unter Osteoporose leiden.

Als Osteoporose bezeichnet man eine Veränderung des Knochenzustands. Der Knochen ist ein dynamisches Gewebe, in dem sich Abbau und Aufbau ständig die Waage halten. Auf diese Weise wird die Elastizität garantiert, die erforderlich ist, um die Stöße und Belastungen auszuhalten, denen der Knochen Tag für Tag ausgesetzt ist. Dieser Neubildungsprozess des Knochens wird vom Parathormon, einem Hormon, das von den Nebenschilddrüsen freigesetzt wird, und vom Vitamin D, das auf Sonneneinstrahlung reagiert, gesteuert und hängt vom Calciumgehalt im Blut ab.

Mit fortschreitendem Alter kommt es bei Personen, bei denen aus physiologischen Gründen (Frauen) oder bedingt durch äußere Faktoren (Medikamente, schlechte Ernährung, wenig Sonne) ein progressiver Mangel eines der drei oben genannten Elemente auftritt, zu einer Verringerung der Knochendichte: der Knochen wird, um seine Form zu behalten, weniger dicht und somit auch brüchiger. Dieser, im Anfangsstadium „Osteopenie“ genannte Vorgang kann, falls er nicht angemessen behandelt wird, im Laufe der Zeit zur „Osteoporose“ führen.
Bei Osteoporose handelt es sich nicht um eine Krankheit, da sie keine lebensbedrohenden Eigenschaften aufweist, aber die progressive Verringerung der Stützstruktur und der steigende Calciummangel lassen die Knochen immer schwächer werden und erhöhen das Bruchrisiko. Damit stellt die Osteoporose ein Risiko für die Stabilität von Körper und Skelett dar und gewinnt daher immer mehr an Bedeutung, insbesondere bei Frauen, die immer zahlreicher davon betroffen sind.

Welche sind die ersten Anzeichen für Osteoporose? Osteoporose wird auch als „schleichende Erkrankung“ bezeichnet, was eine gute Vorstellung davon vermittelt, wie die Krankheit ohne wahrnehmbare Symptome die Knochenstruktur schwächt und den Knochen ihre Elastizität und Stabilität nimmt. Die von der Osteoporose betroffenen Knochen werden deshalb auch als „Glasknochen“ bezeichnet. Oft merkt der Patient erst dann, dass er unter Osteoporose leidet, wenn es zu einem Knochenbruch kommt, von dem häufig die Wirbelsäule (Wirbelkörper-Einbrüche) oder der Oberschenkel betroffen ist.

Das Standardverfahren, das Osteopenie und Osteoporose diagnostiziert ist die DXA-Methode (Osteodensitometrie mittels der Dual-X-Ray-Absorptiometrie), ein Verfahren, das mittels Röntgenstrahlen die Knochendichte beurteilt. Diese kann als Alternative auch mit einer Ultraschall-Methode ermittelt werden. Daneben kann mit einer Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule der Zustand der Wirbelsäulensegmente (Wirbel) geprüft werden, um die Diagnose abzuschließen und die Fälle zu ermitteln, in denen die verschriebene Therapie von der Krankenkasse übernommen werden kann. Dazu kommen einige Blutuntersuchungen, um den Kalzium- und Phosphorgehalt im Blut zu ermitteln und die Funktion der Nebenschilddrüsen zu überprüfen.

Osteoporose kann vor allem durch Vorbeugung bekämpft werden. Dazu gehören eine regelmäßige körperliche Betätigung, eine calciumreiche Ernährung und regelmäßiges Sonnenlicht.

Ziel der Behandlung der Osteoporose ist es, Brüchen vorzubeugen, eventuell vorhandene Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit des Bewegungsapparats zu erhalten. Um den Knochenschwund so gering wie möglich zu halten, werden Medikamente eingesetzt. Das Bruchrisiko wird durch nicht-pharmakologische Maßnahmen gesenkt, wie etwa die Beibehaltung eines angemessenen Körpergewichts, gezielte körperliche Betätigung (Gehen, Belastungsübungen) und die Reduzierung des Alkohol- und Kaffeekonsums sowie die Einschränkung des Nikotinkonsums. Frauen sollten durch ihre tägliche Ernährung mindestens 1000 g Calcium zu sich nehmen. Gibt es jedoch in der Familie andere Fälle von Osteoporose oder wurde diese bereits bei der betreffenden Frau diagnostiziert, sollte die Calciumzufuhr 1500 g betragen. Meist wird auch eine geringe Zufuhr von Vitamin D empfohlen. Männern wird zu einer Calciumzufuhr von 1 – 1,5 g pro Tag, die bis auf 3 Gramm pro Tag erhöht werden kann, geraten. Frauen sollten zusätzlich zur Calciumzufuhr auch die Hormonersatztherapie mit Östrogenen und mit oder ohne Progesteron in Betracht ziehen.

Ratsam ist also eine Therapie, die an der „Grenze“ zwischen Vorbeugung und Behandlung verläuft und in der Verabreichung von Calcium und Vitamin D besteht. Daneben können die so genannten Bisphosphonate eingenommen werden, die die Knochenbildung anregen, indem sie die Proteinstruktur der Knochen verdichten und dafür garantieren, dass die Knochen ausreichend Kalzium einlagern und damit ausreichend stabil bleiben, um die täglichen Belastungen auszuhalten. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die Behauptung, Fangotherapie sei bei Osteoporose schädlich, falsch ist und dass die thermale Fangotherapie von Abano und Montegrotto nicht nur für Patienten mit Osteoporose indiziert ist, sondern sogar die Beschaffenheit und die Widerstandsfähigkeit der Knochen verbessert. Eine thermale Badekur hat – sei es, dass sie zur Behandlung von Arthrose und Gelenkbeschwerden verschrieben wurde, sei es, dass sie zur Behandlung von Osteoporose verschrieben wurde – eine kombinierte therapeutische Wirkung, die für den Patienten unleugbar von Vorteil ist.

FANGOTHERAPIE DER OSTEOPOROSE

Osteoporose ist eine Krankheit, in der aufgrund des Abbaus der Knochensubstanz und aufgrund von Änderungen der Mikroarchitektur der Knochen eine hohe Knochenbruch-Anfälligkeit vorliegt.

Die wichtigsten Symptome sind:

– zu Beginn eine Abnahme der Knochendichte (Osteopenie): die am häufigsten von der Abnahme der Knochendichte betroffenen Knochen sind die Rücken-Lenden-Wirbel, der Oberschenkelknochen und das Handgelenk. Zu Beginn verläuft die Krankheit symptomlos und bleibt für 2/3 der Betroffenen auch weiterhin so.
– die ersten Anzeichen erscheinen mit den Knochenbrüchen; so ist z.B. der Schmerz in den Knochen und in den Muskeln ein typisches Anzeichen für das Vorhandensein von Brüchen, die jedoch oft unbemerkt bleiben und sich dem Patienten erst bei kleinsten Unfällen offenbaren. Gewöhnlich beschränkt sich der Schmerz auf den Rücken, ist meist akut und wird bei Belastung schlimmer. Bei fortschreitender Abnahme der Knochendichte kann es zu Wirbelkörper-Einbrüchen oder Oberschenkelhalsbrüchen kommen.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Fango-Badetherapie die Wiederherstellung des Knochenstoffwechsels fördert, indem sie auf einige Stoffe einwirkt, die dessen Verlauf bestimmen.
Knochen sind nämlich ein Gewebe, das aus zahlreichen Zellarten besteht, die durch Resorption, Ablagerung und Mineralisierung zur ständigen Erneuerung der Knochenstruktur beitragen.

Ab einem Alter von vierzig Jahren beginnt sich die Knochendichte aufgrund eines Ungleichgewichts zwischen Knochenabbau und Knochenaufbau zu verringern. Dieser Vorgang kann nach den Wechseljahren schlimmer werden und zur Entwicklung von Osteoporose führen.
Die Behandlungszyklen, die zur wirksamen Bekämpfung dieser Krankheit vorgesehen sind, dauern 12 Tage und sehen tägliche Behandlungen vor.

Während des Aufenthalts wird auch die Diät ständig unter Kontrolle gehalten, um dem Patienten einige einfache Grundregeln nahezubringen, die zur alltäglichen Gewohnheit werden sollten: d.h. also eine regelmäßige leichte körperliche Betätigung und eine ausreichende Aufnahme von Calcium.

Während des Aufenthalts wird die körperliche Betätigung jeden Tag in unseren Thermalschwimmbädern durchgeführt und ist einfach ein unumgänglicher Teil des täglichen Lebens.

Auf diese Weise wird ein Behandlungszyklus in unseren Thermalzentren zu einer unersetzbaren Quelle seelischen und körperlichen Wohlbefindens und trägt dazu bei, die Lebensqualität zu verbessern.

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