Thermalwasser

Ein weltweit einzigartiger Reichtum.

Seit vorgeschichtlicher Zeit bekannt und geschätzt (es entspringt nämlich in unserer Gegend seit über dreitausend Jahren), ist dieses Wasser auch heute noch eine Quelle der Gesundheit und des Wohlbefindens.

Dieses weltweit einzigartige Thermalwasser wird für eine Vielzahl von Behandlungen und Remise en Forme-Programmen eingesetzt und für die Schwimmbäder, die thermale Badetherapie und zur Bekämpfung verschiedener Erkrankungen der Atemwege verwendet. Vor allem aber bildet es die Grundlage für den Reifungsprozess, die Aufbewahrung und die Regenerierung des Thermalfangos, eines aufgrund seiner entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkungen unvergleichlichen Heilmittels. Der Fango wird nämlich über einen Zeitraum von zirka 2 Monaten in besonderen Becken gelagert und ist dabei ständig von Thermalwasser überströmt. Durch die Einwirkung des Thermalwassers, des Sonnenlichts sowie seiner eigenen Bestandteile, entwickelt der Fango dann die Algen, die die entzündungshemmenden Wirkstoffe, die ihn zu einem einzigartigen Heilmittel machen, erzeugen.
Das Thermalwasser der Euganeischen Thermen versickert in den unverseuchten Becken der Voralpen auf einer Meereshöhe von zirka 2000 m: gründliche Forschungsarbeiten der Universität Padua und des Thermal-Forschungsinstituts Pietro D’Abano (Centro Studi Termali Pietro D’Abano) haben festgestellt, dass das unter dem Erdboden der Euganeischen Hügel vorhandene Thermalwasser wirklich vom Regen herstammt, der auf die Kleinen Dolomiten und auf die Voralpen, genauer auf die Lessinischen Voralpen in der Nähe von Verona, fällt. Das Wasser folgt also einem zirka 80 km langen und 3000 Meter tiefen unterirdischen Lauf bevor es zu den wertvollen Quellen gelangt (die wichtigsten Quellen entspringen im Gebiet von Poggio di Montirone in Abano Terme).

Acqua Termale Abano Montegrotto Terme

Während dieses bis zu 30 Jahre dauernden Verlaufs durch Kalkfelsen und unter starkem Druck, erreicht das mit geothermischer Energie aufgeladene Regenwasser an einigen Stellen eine Temperatur von 200°C, kühlt dann bei seinem Aufstieg zum Boden ab und entspringt mit einer Temperatur von 87°C. Zudem wird das Wasser auf seinem Verlauf mit einigen besonders wohltuenden Mineralsalzen angereichert, die für die Erzeugung der besonderen Mikroflora, mit der der berühmte Fango verarbeitet wird, von wesentlicher Bedeutung sind: Natrium, Kalium, Magnesium, Jod, Brom und Silicium (Brom hat eine entspannende Wirkung und Jod regt die Schilddrüsentätigkeit an).

Osteoporose, rheumatische Erkrankungen (auf Stoffwechselstörungen rückführbares oder entzündliches Rheuma, Schleimbeutelentzündungen, Sehnenentzündungen, Periarthritis, Epicondylitis), Verletzungen und Folgeerscheinungen von Knochenbrüchen und orthopädischen Operationen, Gicht und verschiedene Erkrankungen der Atemwege sind die Krankheiten, die das Thermalwasser und der Fango von Abano heilen und denen sie vorbeugen.

EIGENSCHAFTEN

Thermalwasser aus uralten Quellen sorgt für Ihr Wohlbefinden.

Das Wasser des Thermalbeckens von Abano und Montegrotto gehört zur Kategorie der tiefen unterirdischen Gewässer und wird aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung als hyperthermales salz-, jod- und bromhaltiges Wasser mit einem Gesamtrückstand bei 180° von 6 g/l aufgelösten Salzen klassifiziert.
Einige an dieser Art von Wasser durchgeführte Studien haben belegt, dass das salz-, jod- und bromhaltige Wasser ein wirksames Heilmittel gegen wiederkehrende oder chronische Entzündungen der Nasenschleimhaut oder der Nasennebenhöhlen ist. Zu diesem Zweck wird das Wasser verdünnt, da die Konzentration der Wirkstoffe sehr viel höher als notwendig ist.
Sehr interessant sind auch die desinfizierende (gegen Bakterien und Pilze) und die antiseptische Wirkung unseres Thermalwassers. Seine Verwendung bei verschiedenen Behandlungen führt zur spontanen Rückbildung einiger Entzündungserscheinungen und bietet zudem über einen gewissen Zeitraum hinweg eine Art Schutz vor äußeren und inneren Krankheitserregern.
Der außergewöhnliche therapeutische Wert des Thermalwassers und des Fangos ist auch den strengen Vorschriften, die ihre Gewinnung regeln und die wahllose Verwendung dieser Ressourcen sowie ihre Auslaugung verhindern, zu verdanken.

COMPOSIZIONE CHIMICA

Wassertemperatur
pH-Wert
Elektrische Leitfähigkeit bei 18 °C
Gesamtrückstand bei 180 °C
Gesamtrückstand bei 550 °C
Natriumionen (Na+)
Kaliumionen (K+)
Calciumionen (Ca2+)
Magnesiumionen (Mg2+)
Ammonium-Ionen (NH4 +)
Eisen (Fe)
Nitritionen (NO2 -)
Nitrat-Ionen (NO3 -)
Sulfat-Ionen (SO4 2-)
Chloridionen (Cl-)
Hydrogencarbonat-Ionen (HCO3-)
Brom-Ionen (Br-)
Jodid-Ionen (I-)
Schwefelwasserstoff (H2S)
Siliciumdioxid (SiO2)
Alkalinität (mL HCl 0.1 N/L)
Gesamthärte
Oxidierbarkeit
Organische Stoffe
Kryoskopische Konstante
Osmotischer Druck
77°C
7,1
7042 p Simens
5,050 g/L
4,340 g/L
1,239 g/L
0,088 g/L
0,366 g/L
0,080 g/L
0,0027 g/L
<0,05 p.p.m.
Nicht vorhanden
Nicht vorhanden
0,980 g/L
2,176 g/L
0,169 g/L
13,6 mg/L
0,82 mg/L
1,67 mg/L
0,051 g/L
27,7
120 °F
7,40 mg/L
0,3310 g/L
-0,23 °C
3,10 atm.

 

DIE SAGE

Der Sage nach wurden der Held Herkules und seine heldenhaften griechischen Gefolgsleute, die aufgebrochen waren, um den Geryon zu töten, erschöpft und müde nach vollbrachter Tat von der wunderbaren Heilkraft dieses Wassers derart gestärkt, dass sie nicht mehr nach Griechenland zurückkehren wollten. Angezogen von der Schönheit der Hügel, ließen sie sich dort sesshaft nieder. Die Euganeischen Hügel erhielten ihren Namen von der Vornehmheit dieses Geschlechts. Die Quelle, die den Kriegern eine derartige Linderung geboten hatte, wurde auf Griechisch Aponon genannt. Herkules selbst ließ, um sich von der an Geryon vollbrachten Schuld reinzuwaschen, diesem in Abano einen Tempel erbauen und erlaubte ihm, zu einem regelrechten Orakel zu werden. Wie bereits Sueton berichtet, war diese Sage in der römischen Welt gut bekannt. So wollte der Kaiser Tiberius, als er sich auf der Durchreise nach Illyrien befand, dieses berühmte Orakel anhören und erhielt eine deutliche Antwort: er solle goldene Würfel in die Quelle werfen – genau dort, wo sich heute Abano befindet -, um sein Schicksal zu erfahren. Der Sage nach machten diese Würfel das Wasser noch wertvoller und verliehen ihm außergewöhnliche Heilkräfte, die verschiedene Krankheiten heilen konnten.

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